← Home · In-Situ-Prüfungen

Felddichtebestimmung (Sandkegelverfahren) in Mönchengladbach

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

MEHR ERFAHREN →

Der häufigste Fehler auf Baustellen in Mönchengladbach ist Zeitdruck beim Verdichten. Eine Rolle mit dem Walzenzug weniger, ein Wetterumschwung, und der Unterbau liegt – doch der geforderte Verdichtungsgrad bleibt ungeprüft. Später folgen Setzungen in der Tragschicht, Risse im flexiblen Belag oder teure Nachbesserungen, bevor die Deckschicht überhaupt eingebaut ist. Mit der Felddichtebestimmung nach dem Sandkegelverfahren liefern wir den objektiven Nachweis, dass die Verdichtungsleistung stimmt. Das Verfahren ist seit Jahrzehnten erprobt, eichfähig und für mineralische Böden in Tiefbauprojekten vom Kanalbau in Rheydt bis zum Gewerbepark Nord unverzichtbar. Unser mobiles Prüfteam kommt direkt auf die Baustelle und misst Trockendichte sowie Verdichtungsgrad in situ – ohne Probentransport ins Labor.

Ein gemessener Verdichtungsgrad unter 97 Prozent ist keine Katastrophe – sondern eine steuerbare Information, bevor die nächste Schicht kommt.

Vorgehen und Leistungsumfang

Mönchengladbachs Baugrund spiegelt die Terrassenlandschaft der Niers wider: kiesige Sande im Westen, lehmige Deckschichten im Osten, dazwischen vereinzelt Auenböden mit schwankender Tragfähigkeit. Als die Stadt ab 1929 durch Eingemeindungen wuchs, entstanden Gewerbegebiete auf ehemaligen landwirtschaftlichen Parzellen – oft mit inhomogenem Untergrund. Genau hier zeigt sich die Stärke des Sandkegelverfahrens. Anders als beim Plattendruckversuch, der die Oberflächensteifigkeit prüft, misst der Sandkegel direkt die volumetrische Dichte der eingebauten Schicht. Das ist entscheidend, wenn es um die Qualitätssicherung von Tragschichten unter starrem Belag oder die Einhaltung der ZTV E-StB-Vorgaben geht. Wir setzen kalibrierten Normsand mit zertifizierter Korndichte ein und dokumentieren jede Prüfstelle mit Lageplan, Schichtangabe und Feuchtegehalt. Die Prüftiefe reicht je nach Körnung bis etwa 15 Zentimeter unter Oberkante.
Felddichtebestimmung (Sandkegelverfahren) in Mönchengladbach
Technisches Referenzbild — Monchengladbach

Örtliche Baugrundfaktoren

Ein Tiefbauprojekt an der Krefelder Straße: Der Bodenaustausch war abgenommen, die Sandtragschicht optisch sauber abgezogen. Die erste Dichtemessung mit dem Sandkegel ergab 94 Prozent Verdichtungsgrad – zu wenig. Ursache war kein Fehler des Poliers, sondern Restfeuchte im anstehenden Lehm, die beim Einbau nicht berücksichtigt wurde. Wäre die Prüfung erst nach Aufbringen der Asphaltbinderschicht erfolgt, hätte man die Schwachstelle nur mit Kernbohrung und Kosten im fünfstelligen Bereich gefunden. Eine unterverdichtete Tragschicht unter Bodenplatten oder Fundamente verlagert das Risiko in die Zukunft: differentielle Setzungen, Fugenrisse, Wasserzutritt. Die Felddichtebestimmung ist hier der letzte Eingriff vor dem Überbauen – und der einzige mit zerstörungsfreier Aussagekraft für die gesamte Schichtdicke.

Benötigen Sie eine geotechnische Bewertung?

Antwort innerhalb von 24h.

E-Mail: kontakt@geotechnik.sbs

Technische Daten

ParameterTypischer Wert
PrüfnormDIN 18125-2 / ZTV E-StB 17
Prüftiefebis ca. 150 mm (je nach Größtkorn)
MessgrößeTrockendichte ρd [g/cm³]
VerdichtungsgradDPr in % der Proctordichte
Einsatzgrenze Größtkornmax. 31,5 mm (empfohlen)
AkkreditierungDAkkS nach DIN EN ISO/IEC 17025
BerichtsumfangEinzelwerte + Mittelwert + Lageplan
Mobile Einsatzdauerca. 20–30 min pro Prüfpunkt

Ergänzende Leistungen

01

Standard-Prüfung nach ZTV E-StB

Einzel- und Reihenmessungen auf Tragschichten, Verfüllungen und Hinterfüllungen. Inklusive Feuchtebestimmung und grafischem Prüfprotokoll. Terminvereinbarung innerhalb von 48 Stunden.

02

Eigentüberwachung mit Fremdprüfung

Kombinierte Leistung für Bauunternehmen: Wir übernehmen die Fremdprüfung parallel zur Eigentüberwachung und stellen die Vergleichbarkeit der Messwerte sicher. Geeignet für öffentliche Ausschreibungen mit RAP Stra 15.

Normativer Rahmen

DIN 18125-2: Baugrund, Untersuchung von Bodenproben – Bestimmung der Dichte des Bodens (Sandkegelverfahren), ZTV E-StB 17: Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau, DIN EN ISO/IEC 17025: Allgemeine Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien (DAkkS)

Häufige Fragen

Was kostet eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren?

Die Kosten liegen zwischen 110 € und 140 € pro Prüfpunkt. Der Preis richtet sich nach der Anzahl der Messstellen und der Anfahrtszeit innerhalb von Mönchengladbach. Bei Reihenprüfungen ab zehn Punkten reduzieren sich die Stückkosten.

Wie unterscheidet sich das Sandkegelverfahren vom Plattendruckversuch?

Der Plattendruckversuch misst die Steifigkeit der Oberfläche, der Sandkegel die Dichte im Volumen. Für den Nachweis des Verdichtungsgrads in Bezug auf die Proctordichte ist der Sandkegel das genaue Verfahren. Beide ergänzen sich, ersetzen sich aber nicht.

Welche Böden kann man mit dem Sandkegel prüfen?

Das Verfahren eignet sich für alle mineralischen Böden mit einem Größtkorn bis etwa 31,5 Millimeter. Ideal sind Sande, Kiese und gemischtkörnige Böden. Bei grobblockigem Material oder stark bindigen Böden mit Rissen im Prüfloch stoßen wir an Grenzen und beraten dann zu Alternativen.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Monchengladbach und Umgebung.

Größere Karte ansehen