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Flachgründungsbemessung in Mönchengladbach – vom Baugrund zum sicheren Fundament

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Mönchengladbachs Baugeschichte zeigt zwei Gesichter: den gewachsenen Lösslehm der Hochterrassen und die mächtigen Auffüllungen im Gladbachtal. Wer hier flach gründet, braucht belastbare Kennwerte aus dem Labor. In unserer täglichen Arbeit mit der Flachgründungsbemessung sehen wir immer wieder, dass die entscheidenden Zentimeter direkt unter der Sohle liegen. Deshalb untersuchen wir jede gestörte und ungestörte Probe mit einem Prüfprogramm, das exakt zur Gründungstiefe passt. Für Baugruben mit wechselnden Schichten kombinieren wir die Bemessung mit einer Korngrößenanalyse, um die Verdichtbarkeit der Auffüllung sicher einzuschätzen. Denn ein Streifenfundament auf inhomogenem Material reagiert anders als der ideale homogene Halbraum der Theorie.

Die zulässige Sohlspannung ist kein Tabellenwert, sondern das Ergebnis einer konsistenten Kette aus Probenahme, Laborversuch und lokaler Setzungsberechnung.

Vorgehen und Leistungsumfang

Rund 40 Prozent des Stadtgebiets von Mönchengladbach werden von quartären Lockersedimenten mit eingelagerten Torflinsen geprägt. In diesen Zonen steht die erste Grundwasser führende Schicht oft schon in 2,5 bis 3 Metern Tiefe an. Für die Flachgründungsbemessung bedeutet das: Wir müssen mit teilgesättigten Zuständen rechnen, bei denen die Kapillarkohäsion die Scherfestigkeit kurzfristig erhöht, aber bei Wasserzutritt abrupt abfällt. Unser Labor ermittelt daher immer die effektiven Parameter φ‘ und c‘ im Triaxialversuch, damit die Setzungsprognose auch für wechselnde Wasserstände valide bleibt. Bei bindigen Böden mit weicher Konsistenz prüfen wir zusätzlich, ob eine Bodenverbesserung mittels Rüttelverdichtung wirtschaftlicher ist als ein Bodenaustausch.
Flachgründungsbemessung in Mönchengladbach – vom Baugrund zum sicheren Fundament
Technisches Referenzbild — Monchengladbach

Örtliche Baugrundfaktoren

Für die Entnahme ungestörter Proben in den bindigen Böden Mönchengladbachs setzen wir schwere Rammkernrohre mit auswechselbaren dünnwandigen Stahlzylindern ein. Der Rammbär treibt das Rohr mit konstanter Schlagzahl in den Lösslehm, ohne das Gefüge zu stauchen. Ist der Zylinder im Ausstecher geborgen, wird er sofort mit Paraffin versiegelt und in unseren Kühltransport gelegt. Die größte Gefahr bei der Flachgründungsbemessung ist nicht das Versagen des Bodens an sich, sondern ein unvollständiges Baugrundmodell, das organische Einschaltungen oder alte Bachläufe ignoriert. Im Gladbachtal haben wir mehrfach eingelagerte Niedermoortorfe in nur 4 Metern Tiefe angetroffen, die bei konventioneller Bemessung zu unerwarteten Langzeitsetzungen geführt hätten.

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Technische Daten

ParameterTypischer Wert
Normative GrundlageDIN EN 1997-1:2014-03 mit DIN 1054:2021-04
Typische Sohlspannung (Streifenfundament, Lösslehm)σ_zul = 180 – 280 kN/m²
Setzungsdifferenz (Grenzwert nach DIN)Δs ≤ 1/500 der Stützweite
Grundbruchsicherheit ηη ≥ 2,0 (Lastfall 1, ständige Bemessungssituation)
Erforderliche Aufschlusstiefe≥ 2,0 m unter Gründungssohle oder bis zu tragfähiger Schicht
Prüfverfahren ScherfestigkeitRahmenscherversuch (DIN 18137-3) / Triaxialversuch (konsolidiert, dräniert)
Steifemodul-BestimmungKompressionsversuch nach DIN 18135 an ungestörten Sonderproben
Bewertung FrosteinwirkungFrostempfindlichkeitsklasse nach ZTV E-StB 17

Ergänzende Leistungen

01

Baugrunderkundung und Probenahme

Rammkernsondierungen und Schürfgruben zur Entnahme gestörter und ungestörter Proben nach DIN EN ISO 22475-1. Wir legen die Aufschlusspunkte so, dass jede Gründungseinheit charakterisiert wird.

02

Laborversuche und Kennwertbestimmung

Bestimmung von Wichte, Konsistenzgrenzen, Korngrößenverteilung, Scherfestigkeit und Steifemodul. Alle Versuche im akkreditierten Labor nach DIN 18137-3 und DIN 18135 mit rückführbarer Kalibrierung.

03

Geotechnischer Bericht nach EC 7

Zusammenstellung des Baugrundmodells, Ableitung der charakteristischen Kennwerte und Führung aller Nachweise (Grundbruch, Gleiten, Setzungen) für die Kategorie GK 2 nach DIN 1054.

Normativer Rahmen

DIN EN 1997-1:2014-03 (Eurocode 7, Geotechnische Bemessung – Allgemeine Regeln), DIN 1054:2021-04 (Baugrund – Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau), DIN 4019:2015-05 (Baugrund – Setzungsberechnungen), DIN 18135:2012-04 (Baugrund, Untersuchung von Bodenproben – Eindimensionaler Kompressionsversuch), ZTV E-StB 17 (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen für Erdarbeiten im Straßenbau)

Häufige Fragen

Was kostet eine Flachgründungsbemessung für ein Einfamilienhaus in Mönchengladbach?

Für ein typisches Einfamilienhaus mit 3 bis 4 Rammkernsondierungen, Laborversuchen und vollständigem Geotechnischen Bericht nach EC 7 liegen die Kosten zwischen €1.480 und €3.050. Der Aufwand hängt von der Gründungstiefe und der Homogenität des Baugrunds ab.

Reicht für die Flachgründungsbemessung eine Rammsondierung ohne Laborversuche?

Nein. Eine Rammsondierung liefert nur Schlagzahlen und keine Bodenproben. Für die Bemessung nach DIN 1054 benötigen Sie klassifizierte Bodenansprachen und mindestens die Scherparameter φ‘ und c‘ aus dem Labor, sonst ist der Nachweis der Grundbruchsicherheit nicht normkonform.

Müssen wir bei hohem Grundwasser in Mönchengladbach auf eine Flachgründung verzichten?

Nicht zwangsläufig. Wir berechnen den Auftrieb und die wirksamen Spannungen für den Bemessungswasserstand. Liegt die Sohle im Grundwasser, führen wir den Nachweis gegen hydraulischen Grundbruch. Oft genügt eine lastverteilende Bodenplatte oder ein geringfügig tieferer Bodenaustausch.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Monchengladbach und Umgebung. Mehr Info.

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