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Aktive und passive Ankerbemessung in Mönchengladbach

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Die tiefen Rheinterrassen von Mönchengladbach lagern Kiese und Sande in unerwarteter Mächtigkeit ab. In unserer Erfahrung verlangt das ab Tiefen von drei Metern eine Verankerung, die sofort Last aufnehmen kann. Passive Litzenanker verteilen die Kraft über Mörtellänge, aktive Spannanker bringen Vorspannung ins System. Beide Varianten prüfen wir nach DIN EN 1997-1 mit ergänzender DIN SPEC 18537 für Verpressanker. Für den oberflächennahen Baugrund kombinieren wir die Ankerbemessung oft mit einer Korngrößenanalyse, um die Reibung im Verpresskörper abzuschätzen. So entsteht eine Bemessung, die zum Gladbacher Untergrund passt.

Eine Bemessung ohne Prüfprotokoll ist wie eine Statik ohne Lastfall – in Gladbachs Rheinterrassen ein unnötiges Risiko.

Vorgehen und Leistungsumfang

Mönchengladbach zählt rund 270.000 Einwohner und liegt auf etwa 70 Metern Höhe. Der Grundwasserspiegel schwankt hier stark, je nach Nierszufluss und Jahreszeit. Das erfordert eine Ankerbemessung mit dokumentierter Korrosionsprüfung. Unser Labor prüft jeden Stahl nach DIN EN ISO 22477-5. Wir unterscheiden aktive Systeme mit Kurzzeitspannweg und passive Systeme, die über Reibung tragen. Die Nachweise laufen über Grenzzustände GEO-2 und STR. Für das Verpressgut ziehen wir die Mischungssteifigkeit heran. Einbindetiefe, Ankerneigung und Laststufen dokumentieren wir im Prüfprotokoll. Jede Bemessung enthält Angaben zur zulässigen Gebrauchslast und zur Bruchlast. Bei Nachverpressungen kontrollieren wir das Verpressvolumen. Die Stadt liegt nicht in der Erdbebenzone 3, dennoch berücksichtigen wir horizontale Einwirkungen aus Baugrubenverformung.
Aktive und passive Ankerbemessung in Mönchengladbach
Technisches Referenzbild — Monchengladbach

Örtliche Baugrundfaktoren

Die industrielle Entwicklung Mönchengladbachs hat entlang der alten Textilfabriken tiefe Aufschüttungen hinterlassen. Wer dort verankert, ohne die Auffüllungsmächtigkeit zu kennen, riskiert Spannungsverlust im Ankerkopf. Wir sehen immer wieder, dass unzureichend erkundete Altlasten die Verpressstrecke unterwandern. Ein weiteres Problem: die heterogenen Rheinschotter. Grobe Lagen wechseln mit Feinsandlinsen. Das beeinflusst den Verbund zwischen Verpressgut und Boden. Wir empfehlen bei jeder Bemessung mindestens zwei Eignungsprüfungen pro Baugrubenseite. So erkennen wir Streuungen früh. Die Bemessung wird dann iterativ angepasst. Ohne diese Prüfungen bleibt die Standsicherheit der Baugrube spekulativ.

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Technische Daten

ParameterTypischer Wert
Ankerlänge4 m – 30 m (je nach Baugrubentiefe)
Spannkraft aktiver Anker150 kN – 1.200 kN
Tragfähigkeit Passivanker50 kN – 400 kN
Zulässige Korrosionsrate≤ 0,02 mm/Jahr nach DIN SPEC 18537
Prüflast (Eignungsprüfung)1,3-fache Gebrauchslast
Verpressdruck2 – 5 bar
Ankerneigung15° – 45° gegen Horizontale

Ergänzende Leistungen

01

Bemessung aktiver Litzen- und Stabanker

Aktive Anker spannen wir nach Planlast vor. Sie eignen sich für tiefe Baugruben in Mönchengladbach mit hohem Erddruck auf die Verbauwand. Die Bemessung umfasst Spannprotokoll, Kriechmaß und Festlegekraft.

02

Bemessung passiver Verpressanker

Passive Anker tragen über Mörtelreibung. Wir setzen sie bei kleineren Aushubtiefen oder als Rückverankerung von Spundwänden ein. Die Bemessung legt Verpressstrecke, Bohrlochdurchmesser und Materialkennwerte fest.

Normativer Rahmen

DIN EN 1997-1:2014-03 (Eurocode 7: Entwurf, Berechnung und Bemessung), DIN SPEC 18537:2017-12 (Verpressanker – Bemessung, Ausführung und Prüfung), DIN EN ISO 22477-5:2019-06 (Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Prüfung von geotechnischen Bauwerken)

Häufige Fragen

Was kostet eine Ankerbemessung für eine Baugrube in Mönchengladbach?

Die Kosten liegen je nach Umfang zwischen €870 und €3.020. Der Preis hängt von der Anzahl der Ankerlagen, der erforderlichen Prüfprotokolle und den bodenmechanischen Laborversuchen ab. Eine genaue Kalkulation erhalten Sie nach Durchsicht der Baugrubenpläne.

Wann brauche ich einen aktiven und wann einen passiven Anker?

Aktive Anker kommen zum Einsatz, wenn die Verbauwand sofort eine definierte Vorspannkraft benötigt – typisch bei tiefen Baugruben mit hohem Erddruck. Passive Anker tragen erst bei Wandverformung und sind für flachere Aushübe oder als Ergänzung geeignet.

Welche Prüfungen sind für Verpressanker nach DIN SPEC 18537 vorgeschrieben?

Die Norm schreibt Eignungsprüfungen und Abnahmeprüfungen vor. Wir führen pro Ankerlage mindestens drei Zugversuche durch und dokumentieren das Spannverhalten über Haltezeiten. Die Prüflast beträgt das 1,3-Fache der Gebrauchslast.

Berücksichtigen Sie den schwankenden Grundwasserspiegel im Stadtgebiet?

Ja. Wir modellieren die Grundwasserstände aus den Bohrprofilen der Rheinterrassen. Bei hohem Wasserstand erhöhen wir die Sicherheit gegen hydraulischen Grundbruch und passen die Verpressstrecke an.

Können Sie die Ankerbemessung auch für Nachverpressungen liefern?

Selbstverständlich. Wenn die Erstverpressung nicht die geforderte Tragfähigkeit erreicht, bemessen wir die Nachverpressung inklusive neuem Prüfprotokoll und aktualisierten Spannwegdiagrammen.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Monchengladbach und Umgebung. Mehr Info.

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