Die tiefen Rheinterrassen von Mönchengladbach lagern Kiese und Sande in unerwarteter Mächtigkeit ab. In unserer Erfahrung verlangt das ab Tiefen von drei Metern eine Verankerung, die sofort Last aufnehmen kann. Passive Litzenanker verteilen die Kraft über Mörtellänge, aktive Spannanker bringen Vorspannung ins System. Beide Varianten prüfen wir nach DIN EN 1997-1 mit ergänzender DIN SPEC 18537 für Verpressanker. Für den oberflächennahen Baugrund kombinieren wir die Ankerbemessung oft mit einer Korngrößenanalyse, um die Reibung im Verpresskörper abzuschätzen. So entsteht eine Bemessung, die zum Gladbacher Untergrund passt.
Eine Bemessung ohne Prüfprotokoll ist wie eine Statik ohne Lastfall – in Gladbachs Rheinterrassen ein unnötiges Risiko.
Häufige Fragen
Was kostet eine Ankerbemessung für eine Baugrube in Mönchengladbach?
Die Kosten liegen je nach Umfang zwischen €870 und €3.020. Der Preis hängt von der Anzahl der Ankerlagen, der erforderlichen Prüfprotokolle und den bodenmechanischen Laborversuchen ab. Eine genaue Kalkulation erhalten Sie nach Durchsicht der Baugrubenpläne.
Wann brauche ich einen aktiven und wann einen passiven Anker?
Aktive Anker kommen zum Einsatz, wenn die Verbauwand sofort eine definierte Vorspannkraft benötigt – typisch bei tiefen Baugruben mit hohem Erddruck. Passive Anker tragen erst bei Wandverformung und sind für flachere Aushübe oder als Ergänzung geeignet.
Welche Prüfungen sind für Verpressanker nach DIN SPEC 18537 vorgeschrieben?
Die Norm schreibt Eignungsprüfungen und Abnahmeprüfungen vor. Wir führen pro Ankerlage mindestens drei Zugversuche durch und dokumentieren das Spannverhalten über Haltezeiten. Die Prüflast beträgt das 1,3-Fache der Gebrauchslast.
Berücksichtigen Sie den schwankenden Grundwasserspiegel im Stadtgebiet?
Ja. Wir modellieren die Grundwasserstände aus den Bohrprofilen der Rheinterrassen. Bei hohem Wasserstand erhöhen wir die Sicherheit gegen hydraulischen Grundbruch und passen die Verpressstrecke an.
Können Sie die Ankerbemessung auch für Nachverpressungen liefern?
Selbstverständlich. Wenn die Erstverpressung nicht die geforderte Tragfähigkeit erreicht, bemessen wir die Nachverpressung inklusive neuem Prüfprotokoll und aktualisierten Spannwegdiagrammen.