Die Baugrundverhältnisse in Mönchengladbach sind ein Patchwork aus quartären Lockergesteinen. Lösslehmdecken über Terrassenschottern der Niers-Niederung wechseln sich ab mit bindigen Auelehmen. Diese Wechsellagerung ist tückisch. Sie führt zu ungleichmäßigen Setzungen und lokal begrenzten Tragfähigkeitsverlusten. Genau hier setzt die Injektionsbemessung an. Das Team unseres Labors entwirft für jede Baumaßnahme einen präzisen Injektionsplan. Wir legen das Raster, den Injektionsdruck und das Bindemittel fest. Ziel ist ein homogen vergüteter Baugrundkörper unterhalb der Gründungssohle. Bevor die Bohrlanze ansetzt, muss das Porengefüge bekannt sein. Wir kombinieren die Planung oft mit einer vorausgehenden SPT-Bohrung, um die Lagerungsdichte der Schotter direkt zu ermitteln und das Injektionsmedium exakt auf die Durchlässigkeit abzustimmen.
Eine wirksame Injektion beginnt nicht an der Pumpe, sondern am Schreibtisch des Geotechnikers, der das Porenvolumen des Mönchengladbacher Schotters berechnet.
